Mohammad Nabi Karimi, Mohammad Bagher Shabani
In the contemporary information-rich academic environments, the superabundance of information sources requires that readers compose balanced referential representations of topics presented in sets of sources that provide divergent standpoints on them. Prior beliefs have been reported to skew the representations that readers build based on such sources. In light of the strong link between source reading and integrated writing, the current study examined how reader-writers’ prior beliefs affect the propositional content in their integrated written representations (N = 45). Additionally, in light of the necessity to identify conditions that guard against belief biases in the reader-writers’ representations, the study examined how strategic source processing affects propositional content in the integrated representations. General Linear Model analyses revealed a biasing effect for pre-existing topical beliefs on the propositional content in L2 reader-writers’ integrated representations. The analyses further revealed that accumulation, as a subset of surface-level source reading strategies, exerted a main effect but no moderating effect on the propositional content. On the other hand, cross-text elaboration, as a category of deep-level strategic processing attempts, was shown to moderate the inclusion of pro-belief and contra-belief propositional content in the integrated representations. Implications are provided for integrated writing instruction.
In den heutigen informationsreichen akademischen Umgebungen erfordert die Überfülle an Informationsquellen, dass die Leser ausgewogene referentielle Repräsentationen von Themen erstellen, die in einer Reihe von Quellen präsentiert werden, die divergierende Standpunkte zu ihnen bieten. Es wurde berichtet, dass vorherige Überzeugungen die Repräsentationen, die Leser auf der Grundlage solcher Quellen aufbauen, verzerren können. Angesichts des engen Zusammenhangs zwischen der Lektüre von Quellen und integriertem Schreiben wurde in der vorliegenden Studie untersucht, wie sich die Vorannahmen der Leser-Schreiber auf den propositionalen Inhalt ihrer integrierten schriftlichen Darstellungen auswirken (N = 45). Angesichts der Notwendigkeit, Bedingungen zu identifizieren, die vor einer Verzerrung der Überzeugungen in den Darstellungen der Leser-Schreiber schützen, untersuchte die Studie außerdem, wie die strategische Quellenverarbeitung den propositionalen Inhalt in den integrierten Darstellungen beeinflusst. Allgemeine lineare Modellanalysen ergaben einen Verzerrungseffekt für vorbestehende thematische Überzeugungen auf den propositionalen Inhalt in den integrierten Repräsentationen von L2-Lesern und -Schreibern. Die Analysen ergaben ferner, dass die Akkumulation als Teilmenge der oberflächlichen Quellenlesestrategien einen Haupteffekt, aber keinen moderierenden Effekt auf den propositionalen Inhalt ausübte. Andererseits konnte gezeigt werden, dass die textübergreifende Ausarbeitung als eine Kategorie von strategischen Verarbeitungsversuchen auf tiefer Ebene die Aufnahme von pro- und kontra-gläubigen Inhalten in die integrierten Darstellungen moderiert. Es werden Implikationen für den integrierten Schreibunterricht aufgezeigt.